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Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit

Arbeitsanforderungen und die individuelle Leistungsfähigkeit in Balance halten
Wir unterstützen und begleiten Sie bei der Aufrechterhaltung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Was ist Arbeitsfähigkeit?

Arbeitsfähigkeit definiert das Verhältnis der individuellen Leistungsfähigkeit zur tatsächlichen, vom Unternehmen gestellten Arbeitsanforderung. Im Mittelpunkt steht das Potenzial (die Stärken und Schwächen) der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine bestimmte Arbeitsaufgabe zu einem gegebenen Zeitpunkt zu bewältigen. Sind die vom Unternehmen gestellten Arbeitsanforderungen mit den individuellen Leistungsvoraussetzungen im Gleichgewicht, liegt eine gute Arbeitsfähigkeit und eine gute Produktivität und Qualität der Arbeit vor. Bei einem Ungleichgewicht ist die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Die langfristigen Folgen schlechter Arbeitsbedingungen sind Krankheit und die Gefahr eines dauerhaften Ungleichgewichts (vgl. Tempel/Ilmarinen 2013). Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit zu handeln, um die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten und die Produktivität sowie die Qualität der Arbeit zu gewährleisten. Beide Seiten der „Waage“ (siehe Abbildung 1) bieten Ansatzpunkte, um Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. So können einerseits die Arbeitsanforderungen bzw. Belastungen gefördert und gestärkt werden. Dies ist z.B. durch den Abbau von bestimmten Belastungen oder durch den Aufbau von betrieblichen und/oder individuellen Ressourcen möglich.

Arbeitsfähigkeit
Abbildung 1: Arbeitsfähigkeit - Balance zwischen Arbeitsanforderungen und individueller Leistungsfähigkeit (Giesert, Reiter & Reuter 2013)

 

Das Haus der Arbeitsfähigkeit - Balance herstellen und die Arbeitsfähigkeit erhalten

Eine wirksame und nachhaltige Handlungshilfe für die Wiederherstellung, den Erhalt und die Förderung der Arbeitsfähigkeit ist das auf dem finnischen Arbeitsfähigkeitskonzept basierende „Haus der Arbeitsfähigkeit“ (vgl. Tempel/Ilmarinen 2013). Es richtet den Blick auf wesentliche Faktoren, um die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen, zu erhalten und zu fördern. Das Haus der Arbeitsfähigkeit (siehe Abbildung 2) hat vier Stockwerke und ist zudem eingebunden in eine Umwelt, welche ihrerseits relevante Einflussfaktoren auf die Arbeitsfähigkeit beinhaltet.

Das Haus der Arbeitsfähigkeit
Abbildung 2: Das Haus der Arbeitsfähigkeit (Giesert, Liebrich, Reuter & Conrads 2014, modifiziert nach Ilmarinen)

Das Fundament
Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) bildet das Fundament des Hauses der Arbeitsfähigkeit. Es baut somit auf einer rechtlichen Grundlage beruhenden Strukturen, Prozesse und Ergebnisse des Arbeitsschutzes, des Betrieblichen Eingliederungsmanagements und der Betrieblichen Gesundheitsförderung auf.

Erstes Stockwerk: Gesundheit und Leistungsfähigkeit
Gute Arbeitsfähigkeit benötigt ein stabiles Fundament. So bildet die physische und psychische Gesundheit das erste Stockwerk für das Haus der Arbeitsfähigkeit.
Beispielhafte Themen sind körperliche und mentale Leistungsfähigkeit, Erhalt und Förderung von Ressourcen und Unterstützungsmöglichkeiten.

Zweites Stockwerk: Kompetenz
In Anbetracht des stetigen Wandels in der Arbeitswelt wird lebensbegleitendes Lernen immer bedeutender. Eine fortlaufende Qualifikation und Weiterbildung sowie das Erlernen neuer Kompetenzen und Fähigkeiten ermöglichen dem Menschen eine souveräne Begegnung mit den An- und Herausforderungen im Arbeitsalltag.
Beispielhafte Themen sind: Sozial- Fach-, Methoden und Führungskompetenz, Berufserfahrung, Ausbildung, Allgemeinwissen, Qualifikation sowie Weiterbildung.

Drittes Stockwerk: Werte, Einstellungen und Motivation
Für das dritte Stockwerk ist bedeutend, dass die eigenen Werte, Einstellungen und Motivationen in Einklang mit der eigenen Arbeit stehen.
Beispielhafte Themen sind: Selbstbild, Selbstwirksamkeit, betriebliche Wertschätzung und Anerkennung erleben, Arbeitsplatzsicherheut, Freude bei der Arbeit erleben. 

Viertes Stockwerk: Arbeitsbedingungen und Führung
Das obere Stockwerk umfasst die Arbeit selbst sowie alles, was den Arbeitsplatz zu dem machen, was er ist – inkl. der Führung.
Beispielhafte Themen sind: Zusammenarbeit im Team/ Betrieb, Hilfsmittel, ergonomischer Arbeitsplatz, körperliche und physische Arbeitsbedingungen sowie Führungsverhalten.

Umweltfaktoren
Zum persönlichen Umfeld eines Menschen gehören Familie und Freunde – oft als Quelle sozialer Unterstützung und damit als externe Ressource betrachtet – Nachbarn, die vorhandene regionale Infrastruktur, die Gesellschaft sowie die Gesetzgebung.
Beispielhafte Themen für das Umfeld: Pflege von Angehörigen, Kinderbetreuung, Freundschaften aufbauen, Nachbarschaftshilfe, Mobilität, Versorgungsstruktur für Lebensmittel, Politik, Kultur.

Alle im Haus der Arbeitsfähigkeit integrierten Faktoren der Arbeitsfähigkeit sind eng miteinander verbunden und stehen in Wechselwirkungen zueinander. Eine gesundheitliche Einschränkung kann sich bspw. auf die Motivation von Beschäftigten auswirken, während gute Arbeitsbedingungen oder wertschätzende Führung einen positiven Einfluss auf die Gesundheit ausüben können.

In unserer Literaturdatenbank finden Sie zahlreiche Veröffentlichungen zur Vertiefung des Themas.

 

Unsere Leistungen

Leistungen zu Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit

 

Aller Anfang ist schwer...

Fragezeichen  

Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen?
Sie sind sich unsicher, welcher der erste Schritt ist?
Sie benötigen Hilfestellung bei der richtigen Vorgehensweise?

Dann unterstützen wir Sie gerne! Unter 06131 6039840 können Sie einen Beratungstermin mit uns vereinbaren. Gewinnen Sie Sicherheit auf dem Weg in eine arbeitsfähige Zukunft!

 

Wir sind auch gerne persönlich für Sie da:

Marianne Giesert: marianne.giesert@arbeitsfaehig.com
Anja Liebrich: anja.liebrich@arbeitsfaehig.com
Tobias Reuter: tobias.reuter@arbeitsfaehig.com

 

Aktuelles

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