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Impressionen der Studienreise Israel vom 25.05. - 01.06.2019

1.Tag: Heilige Stätten um den See Genezareth

Nach den über 43 Grad in Tel Aviv brachten uns die etwas niedrigeren Temperaturen von 35 Grad am See Genezareth auch wieder so richtig ins Schwitzen. Wir wanderten vom Kibbuz Lavi hinauf zu den Hörner von Hittim. Wir wurden mit einem wundervollen Blick auf den See Genezareth und in das Taubental belohnt. Der Blick in die Geschichte ließ sich von diesem Punkt hier unmittelbar nachvollziehen. Hier wurde der Untergang des katholischen Kreuzfahrerreiches besiegelt. An den Nordwest Ufern des See Genezareth ließen wir uns hinein nehmen in die Zeit Jesu. Wir diskutierten Fragen der Gewaltfreiheit und Deeskalation und das Verhältnis von Politik und Religion.

Am Abend lernten wir das Kibbuz als Lebens- und Arbeitsmodell näher kennen. Wir diskutieren die Vorzüge und Bedingungen, unter denen dieses sozialistische Modell entstehen und sich erhalten konnte.

Impressionen der Israelreise 2019   Impressionen der Israelreise 2019

 

Impressionen der Israelreise 2019

 


Impressionen der Israelreise 2019

 

2. Tag: Jordangraben und Westufer Totes Meer

Während unserer Fahrt durch die israelische Negev-Wüste fiel uns ein riesiger strahlender Turm besonders auf. Mit seinen 240 Metern ist er der höchste Solarturm der Welt. Um den Turm des Kraftwerks Aschalim herum sind 55.000 verstellbare Spiegel auf einer Fläche von 430 Fußballfeldern verteilt. Sie folgen tagsüber dem Sonnenstand und reflektieren gebündelte Sonnenstrahlen zu der Spitze des Turms. Israel hat sich vorgenommen aus erneuerbaren Energien bis 2020 zehn Prozent des eigenen Energiebedarfes zu decken.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/negev-in-israels-wueste-waechst-der-hoechste-solarturm-der-welt-a-1098404.html

Vom Kibbuz Shara ging es am frühen Morgen zur palästinensischen Wüstenstadt Jericho. Durch den Ramadan war das öffentliche Leben dort etwas eingeschränkt. Dattelplantagen säumten den Weg entlang des Jordangrabens. Eine Dattelpalme benötigt pro Tag 1000 Liter Wasser. Eine kaum für uns vorstellbare Menge.

Das Zwischenziel dieses Tages war Masada am Toten Meer. Die Seilbahn brachte uns zum Plateau der Festung. Wir verzichteten bei 34 Grad zu Fuß den Berg zu erklimmen. Am meisten beeindruckte uns dort die Technologie. Es war grandios, wie das Leben hier in der Wüste und auf einem 450 m hohem Felsplateau vor ca. 2000 Jahr funktionierte.

Herodes hatte damals mit römischem Ingenieurwissen eine (fast) uneinnehmbare Festung bauen lassen. Beeindruckt von den geschichtlichen Geschehnissen von Masada fuhren wir am Abend entlang des Südufers des Toten Meeres und durch die Negevwüste zum Wüstenkibbuz Mashabe Sade.

Impressionen der Israelreise 2019  Impressionen der Israelreise 2019

 

 

Impressionen der Israelreise 2019

Impressionen der Israelreise 2019

 

3. Tag: Negevwüste – Jerusalem

An unserem dritten Tag fuhren wir zuerst an der Grabstätte des Staatsgründers Ben Gurion vorbei. Anschließend liefen wir durch das wundervolle und aufregende Avdat-Tal und besuchten die Nabataeer-Stadt Avdat (Akropolis). Besonders auffallend war der Kontrast zwischen der Antike und Moderne, den wir erleben durften. In der Negev Wüste bewunderten wir bei großer Hitze auf der einen Seite die uralten Techniken wie Terrassierung oder trichterförmige Wälle zur Wassersammlung und auf der anderen Seite das moderne Kraftwerk Aschalim.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war der Besuch der Höhlensysteme von Tel Maresha, das wir über weite Flächen von innen kennenlernen durften. Vom Tel genossen wir noch einen Ausblick auf die Via Maris, die bedeutendste Verkehrsader der Antike. Anschließend gingen wir durch das Ela-Tal und das jüdische Bergland nach Jerusalem. Angekommen in Jerusalem ließen wir den Abend auf dem jüdischen Wochenmarkt ausklingen.

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Impressionen der Israelreise 2019

 

4. Tag: Die palästinensischen Nachbarn – Bethlehem und Umgebung – Westjerusalem

Wir begannen unseren vierten Tag mit einer Wanderung von Batier vorbei an antiken Terrassenbauten, ein Weltkulturerbe. Hier fanden wir auf der einen Seite die uralten Techniken des Wassersammeln durch Terrassierung oder trichterförmige Wälle, auf der anderen Seite der hoch moderne Solarturm zur Energieerzeugung. Wir erfuhren Vergangenheit und Zukunft ganz dicht nebeneinander.

Der Besuch in der Reha Einrichtung „Livegate“ in Beil Jala/ Bethlehem brachte uns die Arbeit mit leistungsgeminderten Jugendlichen in Palästina und ihre Möglichkeiten im Arbeitsleben näher. Es schloss sich der beeindruckende Besuch in der Geburtskirche Christi in Bethlehem an. Mit wunden Füßen und von der Hitze etwas ermattet fuhren wir zum Herzl Gedenkberg mit der Shoah Gedenkstätte Yad Vashem. Wir besichtigten das Museum und die Außen Anlagen bis zum Tal der Gemeinde. Emotional aufgewühlt diskutierten wir bis spät in die Nacht über die unterschiedlichen Fassetten von Politik und Religionen.

Bericht von zwei Teilnehmenden:

Abfahrt heute ab Jerusalem um 7.30 Uhr. Können wir das? Nein das können wir nicht! Es ist der vierte Tag unserer Reise und es steckt schon viel Israel in unseren Beinen und unseren Köpfen. Nach perfiden Verzögerungstricks einzelner Reiseteilnehmer geht es um 8:00 Uhr endlich los.

Der Bus bringt uns statt auswärts. Wir haben einen Blick auf das orthodoxe Jerusalem. Man sieht es an den Menschen: Männer in schwarzer Kluft, die Frauen sittsam gekleidet. Die orthodoxe Gemeinde steht außerhalb des Wirtschaftslebens und widmet sich in den wesentlichen religiösen Studien. Mir fällt das Wort „Parallelgesellschaft“ ein.

Battir

Wir fahren In die palästinensischen Gebiete. In Battir finden wir weitläufige, uralte Terrassenanlagen, die heute noch landwirtschaftlich genutzt werden. Weiter geht es über einen Wanderpfad durch alte biblische Landschaften.

Der Weg entwickelt sich zunehmend zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Als dann auch noch der direkte Weg zu unserem Bus versperrt ist, heißt es: Zähne zusammenbeißen! Den letzten Berg schaffen wir auch noch! Klimaanlagen in Bussen steigen in meiner persönlichen Hitliste der besten modernen Erfindungen kometenhaft auf einen der vorderen Plätze. Aber schön war es (trotzdem!).

Life Gate

Wenige Minuten später erreichen wir Live Gate. Diese Reha Einrichtung für körperlich und geistig behinderte Kinder und Jugendliche ist für mich ein Juwel mitten in Palästina. Schon in Deutschland sind Behinderte mit zahlreichen Hürden konfrontiert, um wie viel mehr in Palästina!

Behinderte sind in palästinensischen Familien eine Erschwernis und allzu oft ein Makel. Erschwerend kommt hinzu, dass durch interfamiliäre Heirat die Zahl behinderter Kinder hier besonders hoch ist.

Seit 32 Jahren arbeitet Live Gate mit diesen Kindern und ihren Familien. Rein äußerlich könnte Live Gate auch in Deutschland stehen, die Einrichtung kommt uns sehr vertraut vor. Aber schwarze, lachende Kinderaugen, Segelohren und die für uns unverständliche Sprache erinnern uns wieder daran, dass Live Gate in einer der ärmsten Regionen angesiedelt ist. Es gäbe noch viel zu sagen und zu lernen. Wir lernen aber vor allem, was Barmherzigkeit bewirken kann. Macht weiter so!

Anschließend geht es durch lebhaftes Treiben in den Straßen Bethlehems hinauf zur Geburtskirche und -grotte, die sicherlich eine der wichtigsten religiösen Stätten ist. Nach den intensiven Eindrücken bei Lifegate fällt es schwer, im Geschiebe mit den anderen Touristen eine emotionale Verbindung mit dem Ort herzustellen, den man tausendfach von Fernsehbildern her kennt.

Als wir uns mit dem Bus Mauer und Checkpoint nähern, bleibt unweigerlich der Atem kurz stehen – langsam fahren wir völlig ereignislos an gelassen wirkenden Soldaten vorbei, während im Kopf sämtliche Bilder zu dieser und anderen Mauern durchlaufen. 

Um in Yad Vashem der nächsten Mauer zu begegnen: architektonisch höchst eindrucksvoll zieht sie sich wie ein Falz durchs Gelände, das von verschiedenen Phasen der Auseinandersetzung mit dem Holocaust zeugt. In der Mauer selbst ist längst ein Museum untergebracht, in dem man wie durch einen Schlauch durch Fakten und Zeitzeugenbeschreibungen geführt wird. Zum Ende hin öffnet sich der Falz mit einem etwas Erleichterung schaffenden Blick auf die sonnig-ruhige Landschaft Israels. Sehr berührend ist auch die Gedenkstätte für die ermordeten Kinder in Form eines dunklen Rundgangs, in dem Kerzen 1,5 Millionen fach gespiegelt werden wie ein Sternenhimmel. 

Der politische Vortrag und die anschließende lebhafte Diskussion zeigen wieder einmal, wie facettenreich die Thematik des Nahostkonfliktes ist und wie wenig wir in Europa von der Lebenswirklichkeit vor Ort erfahren bzw. uns auch deutlich machen.

 

 

Impressionen der Israelreise 2019

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5.Tag: Die Altstadt von Jerusalem

Es war früh, es war heiß. Wir starteten zu Fuß in unserer Gruppe vom Hotel zur Altstadt in Jerusalem. Das moderne Jerusalem mit verkehrsberuhigten Straßen und großzügiger Architektur kam uns entgegen, ganz im Gegensatz zur Altstadt. Sollten uns ähnliche Opfer abverlangt werden wie die erstgeborenen Söhne (Opferung an den Gott Moloch) zu Abrahams Zeiten?

Nein! Zum Glück war es nicht so. Denn die Stammkneipe Jesu, der Abendmahlssaal in der essenischen Gemeinde schenkte uns Zeit zum Verschnaufen mitten im Trubel des
internationalen Publikums. Der Tempelberg, die Klagemauer, die Grabeskirche etc., all diese faszinierenden Orte beeindruckten uns sehr. Trotz dieses "Moloch"- Tages ließen wir es uns nicht nehmen, den Abend tanzend in einer Nachbarschaftskooperative ausklingen zu lassen.

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6. Tag: Das moderne Israel!

Wer verließen heute die heilige Stadt Jerusalem und machten einen Zwischenstopp in Abu Gosh. In diesem prosperierenden Ort sticht neben einer riesigen neuen Moschee auch ein eine burgähnliche Kreuzfahrerkirche mit bunten Fresken hervor. Während unserer Besichtigung der Kirche erfuhren wir, dass sie auf den Mauern eines römischen Wasserreservoirs von Kreuzfahrern errichtet wurde.
Schneller als gedacht befanden wir uns wieder im modernen Israel und kamen in Tel Aviv an. Von der ruhigen Stadt Abu Gosh gerieten wir in eine aufgeregte Demonstration auf einer der bekanntesten Straßen in Tel Aviv. Hunderte junge Frauen und einige Männer demonstrierten für die Durchsetzung von Frauenrechten. Nun verdeutlichten sich unserer Reisegruppe Probleme und Forderungen, die es in Israel gegenwärtig gibt.

Der Rothschild Boulevard ist eine begrünte Allee auf dessen Mittelstreifen Fußgänger, Fahrradfahrer und Motorräder unterwegs sind. Er bietet viele Sitzmöglichkeiten und Spielplätze aber auch Raum für Demonstrationen. Auf dem Boulevard befinden sich typische funktionale weiße bis ockerfarbene Gebäude, die charakteristisch für die „weiße Stadt“ sind. Da viele dieser denkmalgeschützten Gebäude stark renovierungsbedürftig sind, setzt sich die Stadt dafür ein diese zu erhalten. Der Bauhaus Stil prägt, vor allem auf dem Rothschild Boulevard, auch heute noch das Stadtbild Tel Avivs und ist ein Kontrast zu vielen modernen Hochhäusern.

Mit unseren Erlebnissen des Tages und der Studienreise im Kopf schloss sich als Highlight und letzter Programmpunkt ein Vortrag zum Thema „Auf dem Weg in die Zukunft – Arbeits- und Lebensbedingungen in Israel“ an. Der stellvertretenden Geschäftsführer der deutsch-israelischen Außenhandelskammer gab uns einen umfangreichen Gesamtüberblick über Israel und beantwortete unsere Fragen bewundernswert bis ins kleinste Detail. Es war ein wunderbarer Abschluss der Reise!

 

 

Impressionen der Israelreise 2019

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Gesundheitsversorgung in Israel

Auf unserer Reise durch Israel sind wir auch auf Themen der hiesigen Gesundheitsversorgung gestoßen.

In unserer ersten Station im Kibbuz El Mul Golan, Shaar Hagolan haben wir erfahren, dass Kibbuz-Bewohner und Bewohnerinnen im betagten Alter in einem eigenen Pflegeheim wohnen können. Dabei ist es ihnen auch möglich, weiterhin ihrer früheren Arbeit im Kibbuz nach zu gehen, bis sie selbst entscheiden damit aufzuhören. In das Pflegeheim können auch alte Menschen einziehen, die nicht im Kibbuz gelebt und gearbeitet haben. Gut ein Drittel der Bewohner und Bewohnerinnen kommen aus den umliegenden Gemeinden und müssen für die Pflegeleistungen selbst aufkommen. Für die Kibbuz-Bewohnerinnen und Bewohner ist ihre Pflege kostenlos.

Station Westufer Totes Meer bei Ein Gedi:

Angesiedelt am Westufer des Toten Meeres haben sich viele Hotels und Reha-Kliniken. Gilt doch das Tote Meer als gesundheitsförderlich bei Erkrankungen der Haut und der Atemwege. Das Tote Meer ist durch seine natürlichen Heilkräfte ein beliebtes Ziel für Kurreisen aller Art. Die Sonne, die pollenfreie Luft sowie das stark salzhaltige Wasser mit zahlreichen Mineralien wirken belebend und entspannend.

Besuch der Reha-Einrichtung „LIFEGATE“ in Beit Jala/Bethlehem:

Etwa 15 Autominuten von Jerusalem entfernt, am Rande der jüdäischen Wüste im palästinensischen Autonomiegebiet, liegt die hügelige Kleinstadt Beit Jala im Westjordanland. Seit 1991 arbeitet an diesem Ort die deutsche Einrichtung LIFEGATE-Tor zum Leben. Ihr Ziel ist es Kindern und jungen Erwachsenen mit Behinderung durch ganzheitliche Förderung, in ein möglichst selbstständiges Leben zu führen. Unter dem Dach des 2012 eröffneten LIFEGATE-Hauses befinden sich Werkstätten, Therapie- und Schulräume, ein Restaurant und die Verwaltung. Bei LIFEGATE erhalten momentan bis zu 40 Kinder im Kindergarten Frühförderung und Betreuung, etwa 30 junge Menschen mit Behinderung einen Ausbildungsplatz und bisher 60 Kinder mit Einschränkungen und Behinderung einen Schulplatz. Arabische und deutsche Fachkräfte engagieren sich in den Bereichen: Medizinische Rehabilitation, Frühförderung, schulische Rehabilitation, Mobile Hilfe vor Ort, berufliche Rehabilitation, Servicewerkstatt und beschützende Werkstatt.

Anders als in unseren Breiten erhalten Menschen mit Behinderung und ihre Familien keinerlei finanzielle Unterstützung von öffentlichen Stellen. Menschen mit Einschränkungen sind in der arabischen Gesellschaft eher stigmatisiert. Oft werden diese Kinder Zuhause versteckt und von anderen Menschen isoliert. Beratungsstellen und Aufklärungsprogramme für betroffene Familien fehlen. Diese Lücke versucht LIFEGATE im Westjordanland zu schließen.

Begegnung mit Michel Weinberg, Vizepräsident der deutsch-israelischen Handelskammer:

Unter anderem erläuterte er uns das israelische Prinzip des Gesundheitswesens:
Im Jahre 1955 trat in Israel das Gesetz der obligatorischen Krankenversicherung für alle Staatsbürger in Kraft, aber auch vorher waren schon 96 % aller Einwohner krankenversichert. Heute sind 100 % der Einwohner und Einwohnerinnen Israels voll krankenversichert. Alle Staatsbürger und Staatsbürgerinnen – reich oder arm, Araber und Juden, Frauen und Männer – sind verpflichtet einer der vier im Land tätigen Krankenkassen beizutreten. Die „Klalit“-Gesundheitsdienste („Allgemeine“ auf Hebräisch) ist die größte und älteste Krankenkasse, „Maccabi Gesundheitsdienste“ steht an zweiter Stelle, „Meuchedet“ (auf Hebräisch „Vereinigt“) entstand aus Fusion zweier kleinerer Krankenkassen, dazu kommt die „Leumit“ (“National“) Versicherung. Im israelischen Modell finanziert bzw. subventioniert die Regierung, die selbstständigen und miteinander konkurrierenden Krankenkassen sowie die Initiativen der medizinischen Forschung. Die Krankenkassen in Israel können dadurch nicht insolvent gehen und Zwangsfusionen sind unnötig.

Neben der gesetzlichen Krankenversicherung können zusätzlich private Zusatzversicherungen abgeschlossen werden. Diese sind sehr teuer und nur für die wenigsten Israelis erschwinglich. Wer eine solche Zusatzversicherung hat, kann dadurch z. B. die Wartezeiten im staatlichen Krankenhaus für eine planbare OP verkürzen oder auch die Leistungen in privaten Kliniken in Anspruch nehmen.

In der Krankenhausversorgung gibt es, laut Weinberg, große Probleme. Die Zahl der kommunalen, konfessionellen und staatlichen Krankenhäuser in Israel ist zu gering und so liegen viele Patienten und Patientinnen in ihren Betten auf den Fluren der Kliniken und es gibt lange Wartezeiten bei der Aufnahme für planbare Behandlungen. Wer es sich leisten kann bevorzugt private Krankenhäuser. Die Situation der stationären medizinischen Versorgung war und ist in den letzten Jahren auch immer wieder Wahlkampfthema in Israel.

Trotz dieser Problematik ist Israel weltweit für seine zahlreichen innovativen Beiträge und medizinisch-technologischen Neuerungen bekannt und anerkannt. Diese Fortschritte sind teilweise dank der engen Zusammenarbeit zwischen den Forschungsinstituten und der Industrie möglich geworden.

 
Derzeit sind keine Termine geplant.

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Kontakt Marianne Giesert Prof. Dr. Anja Liebrich Tobias Reuter