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Arbeitsfähig in die Zukunft

Kurz- und Langversion des WAI

 


Der WAI liegt in einer Kurz- und Langversion vor. Die Versionen unterscheiden sich lediglich in der Dimension 3: Die Kurzversion enthält 14 Krankheitsgruppen, die Langversion 51 Krankheiten. Die Kurz- und Langversion unterscheiden sich nicht hinsichtlich der Ergebnisse. Die Langversion ist hauptsächlich für die betriebsärztliche Anwendung vorgesehen. Die Kurzversion hat sich insbesondere bei WAI-Erhebung in größeren Gruppen wie z. B. bei wissenschaflitchen Studien als geeignet erwiesen.

 

Einzel- oder Gruppenverfahren

 


Der WAI kann sowohl bei Einzelpersonen als auch bei Gruppen (Abteilungen / Organisationen) angewandt werden. In jedem Fall ist der Datenschutz sicherzustellen. Als Dauer für die Durchführung des WAI, ist je nach Eigenart der Person bzw. Anwendungsfeld folgende Zeitdauer einzuplanen:

 

  • Individuelle Anwendung mit anschließendem WAI-Gespräch: 20-30 Minuten.
  • Anwendung ohne WAI-Gespräch: 5-7 Minuten.


Es kann hilfreich sein, das Alter, Geschlecht und Tätigkeitsmerkmale an den dafür vorgesehenen Raum vor Beginn des Fragebogens eintragen zu lassen, um eventuelle Aussagen über Gruppen treffen zu können.
 

 

Der WAI in Kombination mit anderen Instrumenten

 


Auf betrieblicher Ebene erfasst der WAI die Arbeitsfähigkeit der Belegschaft eines Unternehmens. Damit stellt er einen Indikator für die gegenwärtige und künftige Leistungsfähigkeit eines Unternehmens dar. Bei solchen betriebsepidemiologischen Erhebungen wird der WAI oft in Kombination mit weiteren Instrumenten bzw. Untersuchungen angewendet (z. B. COPSOQ - Copenhagen Psychosocial Questionnaire ). So werden nicht nur gegenwärtige und künftige Stärken und Schwächen der Arbeitsfähigkeit im Unternehmen aufgedeckt, sondern durch zusätzliche Fragen auch Risikofaktoren für geringe Arbeitsfähigkeit (z. B. Aspekte der Führungsqualität) identifiziert.

Beispiele finden Sie in den Projekten ABI-NRW und PIZA . Das Instrument ist damit auch gut zur Anwendung im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung geeignet. Die Ansatzpunkte der Prävention hängen von den konkret vorliegenden Arbeitsbedingungen ab und können nicht direkt aus dem WAI-Ergebnis abgelesen werden. Wiederholte WAI-Erhebungen zeigen, wie sich die Arbeitsfähigkeit entwickelt und können dadurch den Erfolg von Interventionsmaßnahmen messbar machen. Im Rahmen des WAI-Netzwerks wird es möglich, dass Betriebe „ihre“ Mittelwerte für Arbeitsfähigkeit mit Branchenmittelwerten vergleichen.